Die Ministerin und die Arnika

 

Ein paar Zahlen zum abgelaufenen Projekt

Das Projekt „Wiederansiedlung von Arnica montana in luxemburgischen Borstgrasrasen", welches von natur&ëmwelt Fondation Hëllef fir d'Natur durchgeführt und vom Umweltfonds finanziert wurde, ist abgeschlossen. Insgesamt wurden über 5.600 Arnikajungpflanzen sowie 15 Arnikasaaten in 13 Gebieten ausgebracht. Die Anwachsquote der Jungpflanzen liegt bis jetzt bei etwa 30%. Die Erfolgsquote der Ansaaten kann nicht abschließend beurteilt werden, da viele Ansaaten erst im Jahr 2016 erfolgten.

 

Ein Blick in die Geschichte der Arnika

Vor Beginn des Projektes im Jahr 2011 war die einst weit verbreitete Arnika bis auf zwei kleine Restbestände mit nur wenigen Pflanzen bei Wilwerdange und Eselborn aus Luxemburg verschwunden. Ältere Mitbürger kennen die Heilpflanze noch und haben diese früher für ihre Hausmedizin gesammelt, um daraus Tinkturen oder Cremes zur Behandlung von Verstauchungen, Blutergüssen, Muskel- oder Gelenkbeschwerden herzustellen.

Die Gründe für den dramatischen Rückgang der Arnika liegen vor allem in der Verschlechterung ihrer Lebensräume. Typischerweise wächst die Arnika in Heiden und vor allem in sogenannten Borstgrasrasen. Diese Biotope sind gekennzeichnet durch sehr wenig Nährstoffe im Boden, einem kalkarmen Untergrund sowie einer regelmäßigen aber extensiven Beweidung oder Mahd. Im Vergleich zu heutigen Wiesen sind Borstgrasrasen niedrigwüchsig und wenig produktiv. Nur unter diesen Bedingungen kann sich die Arnika an ihrem Standort gegen die Konkurrenz anderer Pflanzen behaupten.

Die Borstgrasrasen und Heiden wurden mit zunehmender Industrialisierung der Landwirtschaft ökonomisch immer uninteressanter, so dass sie vielfach intensiviert, aufgeforstet oder ganz aufgegeben wurden. Mit den Lebensräumen verschwand dann auch die Arnika.

 

Was tun wir dagegen?

Die Borstgrasrasen gelten mittlerweile auch auf europäischer Ebene als bedeutende und prioritäre Lebensräume und wecken das Interesse des Naturschutzes. natur&ëmwelt Fondation Hëllef fir d'Natur konnte in einem europäischen und grenzübergreifenden Naturschutzprojekt zwischen 2006 und 2010 die meisten der verbliebenen Borstgrasrasen in Luxemburg wieder in einen besseren Zustand versetzen. In einem nächsten Schritt wurden dann mit der Wiederansiedlung der Arnika, sowie weiterer Arten der Borstgrasrasen, einige lebensraumtypische Arten zurückgebracht. Entscheidend für die Nachhaltigkeit dieser Maßnahmen ist eine angepasste Bewirtschaftung durch Beweidung oder Mahd, um diese Lebensräume auch in Zukunft in einem guten Zustand zu erhalten.

 

Wie geht es weiter?

Da die Projektziele noch nicht erreicht sind (Arnika-Populationen mit 1.000 reproduzierenden Individuen pro Gebiet), ist eine Weiterführung der Wiederansiedlung notwendig. Dies soll in einem Folgeprojekt mit Unterstützung des Umweltministerium sowie weiterer Partner geschehen.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Kooperationspartner. Das Umweltministerium hat über den Umweltfonds die Finanzierung des Projektes ermöglicht. Das Naturmusee war ein wichtiger Partner bei der wissenschaftlichen Begleitung der Wiederansiedlung. Der Lelljer Gaart (Lullange) hat die Jungpflanzen in seinem Gewächshaus gezogen und C.N.D.S. Naturaarbechten (Binsfeld) hat die Pflanz-, Saat- und Pflegearbeiten durchgeführt.



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16.09 - 28.10 

Permanences mycologiques: les samedis de 18h à 19h30

18.09 - 21.09 

Ausbildungsbaustelle Trockenmauern in Canach (AUSGEBUCHT)

23.09 

Wanderung im Rahmen des Europäische Pilztags

29.09 - 01.10 

Chantier intercommunautaire à Zedelgem (B)

30.09 

Birdwatchday & Bio-Maart am Biodiversum

30.09 

Chantier nature: Entretien des nichoirs au parc de la Ville de Luxembourg

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