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>> Schulgarten

Ein Schulgarten gehört eigentlich als fester Bestandteil zu jeder Schule. Am sinnvollsten ist es, wenn die Kinder ihren Schulgarten regelmäßig über das ganze Jahr selbst betreuen, und so auch aktiv die Veränderungen im Laufe des Jahres in ihrem Garten erleben können. Um den Schulklassen der Stadt Luxemburg, die selbst keinen Schulgarten haben, trotzdem die Möglichkeit anzubieten, im Garten zu arbeiten, hat das Haus vun der Natur zu diesem Zweck einen Schulgarten eingerichtet, der von den Klassen der Stadt betreut wird.

Ein Experimentierfeld für Kinder

Bei der Arbeit mit den Kindern im Schulgarten ergeben sich neben den rein gärtnerischen Tätigkeiten eine ganze Fülle von Möglichkeiten, um das Interesse der Schulkinder an der Natur zu wecken. Unser Schulgarten ist eine lebendige Experimentierfläche, wo Kinder die Basiselemente über das Funktionieren einer Pflanze, die biologische Vielfalt der Pflanzen und die Bedeutung der Pflanzen für unsere tägliche Ernährung hautnah erfahren können. Die Kinder arbeiten im Garten mit der Natur zusammen, säen, pflanzen, pflegen und ernten im Rhythmus der Jahreszeiten. Die Kinder probieren verschiedene Vermehrungstechniken und Anbauarten der Nutzpflanzen im Garten aus. Langzeitbeobachtungen das ganze Jahr über erhalten die Spannung in einem Schulgarten, der sich dynamisch verändert.

Verantwortung tragen.

Die Kinder arbeiten im Schulgarten in verschiedenen Teilbereichen und tragen so auch Verantwortung für die Gartenarbeit die sie verrichten, und die Pflanzen die sie betreuen. Sie können den Erfolg oder Misserfolg ihrer gärtnerischen Tätigkeit auch unmittelbar feststellen.

Der Schulgarten bringt Bewegung in die Natur.

Körperlicher Einsatz ist gefragt bei vielen Gartenarbeiten wie Graben, Rechen, Kompost verteilen oder Hecken und Bäume pflanzen. Die meisten Kinder leiden in unserer Gesellschaft unter Bewegungsmangel, und so tut körperliche Arbeit den Kindern gut. Die Beschäftigung mit der Erde bringt dem Kind all die Urerfahrungen zurück, die unsere Vorfahren durchgemacht haben, um die Entwicklung der Menschheit und die Existenz größerer Siedlungen zu ermöglichen.

Raus aus dem Klassenzimmer

Damit Naturunterricht nicht nur graue Theorie bleibt, ist die Beschäftigung mit dem Lebendigen draußen im Freien besonders wichtig für die Kinder. Die aktive Betätigung im Garten bringt so auch die nötige Abwechslung für den Schulalltag und führt so zu einer größeren Lernmotivation bei den Kindern.

Überraschungen aus dem Garten.

Bei der Gartenarbeit verläuft nicht immer alles planmässig. So kann beim Graben ein Regenwurm auftauchen, ein Tunnelgang einer Wühlmaus freigelegt, oder das Gelege einer Weinbergschnecke ausgegraben werden. So bietet der Schulgarten viele Möglichkeiten neuer Naturthemen, die sich spontan ergeben und sich natürlich in den ganzen Zusammenhang des Naturkundeunterrichts einordnen. Ein Schulgarten kann so sehr viele verschiedene Nutzungsweisen beinhalten, die dem ganzen Naturkundeunterricht zu einer neuen Dynamik verhelfen.

Ein Garten für biologische Vielfalt

Mit seiner Vielfalt von Nutzpflanzen bietet der Schulgarten sehr viel direktes Anschauungsmaterial aus dem Pflanzenbereich. Ökologische Zusammenhänge können hier auf Anschauungsflächen wie z. B. einem Wiesenstück, Einrichtungen zum Insektenschutz oder zum Vogelschutz veranschaulicht werden. Viele von diesen Einrichtungen können von den Kindern selbst eingerichtet oder gebaut werden. So haben die Schulklassen der Stadt Luxemburg z.B. einen Regenwurmwanderkasten für die Kompostanlage gebaut, eine Kräuterspirale mit Bruchsteinen aufgeschichtet oder eine Lehmwand für Wildbienen errichtet.

Der Schulgarten Die Arbeit wird verteilt Im Gewächshaus Schwere Arbeit mit der Hacke Erdbeeren pflanzen Erbsen aussäen Pflanzgrube ausheben Gartenarbeit macht durstig
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